8 Gründe, warum man 2015 optimistisch in Bezug auf spanische Immobilien sein kann
Das spanische Immobilienbewertungsunternehmen SOCIEDAD DE TASACIÓN (ST) hat acht Gründe genannt, warum man für den Immobilienmarkt in Spanien im Jahr 2015 optimistisch sein kann.
Da die Immobilienpreise Anzeichen einer Bodenbildung zeigen – zumindest laut den von ST bereitgestellten Daten, die für das letzte Quartal 2014 einen Preisanstieg von 1,3 Prozent ausweisen und für 2015 Preisstabilität prognostizieren –, nennt ST die folgenden Gründe, warum man für den spanischen Immobilienmarkt im Jahr 2015 optimistisch sein kann:
1. Preisstabilität: Die Immobilienpreise haben 2014 die Talsohle erreicht. Die Analyse der Daten der letzten sechs Quartale zeigt leichte Auf- und Abwärtsbewegungen wie „die Zähne einer Säge“, und für dieses Jahr prognostiziert ST Stabilität ohne starke Preisanstiege oder -rückgänge.
2. Aufgestaute Nachfrage: ST geht davon aus, dass es eine beträchtliche aufgestaute Nachfrage von potenziellen Käufern gibt, die darauf warten, dass die Preise nicht weiter fallen und die Banken wieder Hypotheken vergeben. Das Jahr hat mit einem erneuten Kampf um Marktanteile unter den Hypothekenanbietern begonnen, wobei die Zinsunterschiede bei etwa 1 Prozent liegen – vor einem Jahr noch undenkbar.
3. Höhere Konsumausgaben: Die Inlandsausgaben sind bis zum dritten Quartal 2014 aufgrund verbesserter Wirtschaftsaussichten um 2,6 Prozent gestiegen. Dies hat dazu geführt, dass viele Familien mit ihren Ersparnissen Waren gekauft haben. Tatsächlich sank das finanzielle „Polster“ der Familien im Oktober letzten Jahres auf 9 Prozent, den niedrigsten Stand seit 2006. Laut Ökonomen verschwindet der „Vorsichtseffekt“ angesichts der Prognosen für eine wirtschaftliche Verbesserung in den nächsten Monaten allmählich aus der spanischen Gesellschaft.
4. Rekordtourismus: Bis November besuchten 61,7 Millionen ausländische Touristen Spanien, 7,2 Prozent mehr als im Vorjahr und der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen, wie aus Daten des spanischen Ministeriums für Industrie, Energie und Tourismus hervorgeht. Unter dieser Flut von Touristen werden sich auch einige Immobilienkäufer befinden, jetzt umso mehr, da der Euro schwächer wird. Für die spanische Immobilienbranche wird dies eine Gelegenheit sein, Produkte zu „exportieren“, sagt Juan Fernández-Aceytuno, Geschäftsführer von ST.
5. Wachstum und Beschäftigung: Die spanische Wirtschaft hat sich von einem Rückgang um 1,1 Prozent im dritten Quartal 2013 zu einem Wachstum von 1,3 Prozent im dritten Quartal 2014 entwickelt. Die makroökonomischen Prognosen für 2015 gehen davon aus, dass die Wirtschaft weiter wachsen wird. Gleichzeitig hat die Arbeitslosenquote einen Abwärtstrend beibehalten, der sich in den nächsten Monaten wahrscheinlich fortsetzen wird. Dennoch sind laut Arbeitsministerium immer noch 4,4 Millionen Menschen arbeitslos.
6. Verbesserung der Erschwinglichkeit von Wohnraum: Das Verhältnis von Immobilienpreisen zum Durchschnittsgehalt in Spanien ist von 13,6 Jahren im Jahr 2007 auf 7,8 Jahre gesunken, die zum Kauf einer Immobilie benötigt werden. Obwohl sich das Verhältnis verbessert hat, weist Fernández-Aceytuno darauf hin, dass dies immer noch ein hohes Niveau ist; idealerweise sollte das Verhältnis nicht mehr als 4 Jahre betragen.
7. Hypothekarkredite: Die Banken sind, gemessen an ihrem Kampf um Marktanteile im Hypothekenbereich, optimistisch in das Jahr 2015 gestartet. Die Banco Santander schlug als Erste zu und brachte einen Hypothekarkredit mit einem Euribor-Aufschlag von +1,69 Prozent auf den Markt. Das aggressivste Angebot kam von der Kutxabank mit einem Euribor-Aufschlag von +1 Prozent.
8. Investoren im Bereich „Buy-to-let“: Kleine Immobilieninvestoren machen laut Daten der Immobilienmakler-Franchise-Kette Tecnocasa mittlerweile 28 Prozent des gesamten Immobilienmarktes aus, gegenüber zuvor 16 Prozent. Die mageren Renditen von Bankeinlagen und Investmentfonds treiben Investoren in Richtung „Buy-to-let“, das laut dem Immobilienportal Idealita.com mit durchschnittlich 5,3 Prozent derzeit eine der besten Renditen auf dem Markt bietet.

